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Sport als Medizin

Wer im Arbeitsfeld Bewegung, Training und Sport tätig ist, wird nach einer Zeit erkennen – es gibt einige Fragen, die sich immer und immer wiederholen!

Ich habe über die Jahre zu einem großen Teil mit Patienten, Teilnehmern oder Klienten zu tun, die mit irgendwelchen körperlichen Einschränkungen zu kämpfen haben. Der Rücken, das Knie, Diabetes, Osteoporose…

Was fast alle miteinander vereint – sie sind auf der Suche nach dem Wundermittel. Möglichst soll es von heute auf morgen wirken und bis ins hohe Alter helfen. Die Antwort auf die Frage ist extrem einfach, allerdings schwer zu verkaufen:

“Mach das, was dir Spaß macht und mache es regelmäßig Tag für Tag!”

Fitness ist einfach

Regelmäßiges Training oder Sport hält dich fit und schlank, einfach gesprochen bringt es dir einen aktiven Stoffwechsel. Bewegung wirkt wie ein Anti Aging für Körper und Psyche. Sei Tag für Tag aktiv und es hält dein Herz-Kreislauf-System intakt. Trainiere deine Muskeln und reduziere Entzündungsprozesse im Körper, die als Ursprung schwerer Krankheiten gelten – Diabetes bis Krebs.

Neben dem körperlichen Aspekt – Bewegung hilft dir psychischen Stress aufzulösen.

Alle, die eh regelmäßig trainieren, Sport machen und ein aktives Alltagsleben führen, die können mit körperlichen Beschwerden deutlich besser umgehen als Sporteinsteiger.

Natürlich ergibt es phasenweise Sinn spezifisch zu trainieren um irgendwelche Beschwerden in den Griff zu bekommen. Anteilig an der Gesamtlebenszeit ist es allerdings verschwindend gering. Das tatsächlich wichtige ist das Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat! Einfach irgendeiner Bewegungsform nachgehen, die gut tut und Spaß macht!

Mehr Muckis!

Bis vor einigen Jahren galt das Ausdauertraining als DER wichtigste Baustein für Gesundheit. Glückshormone beim Laufen, Läuferherz und niedriger Blutdruck. Alles möglichst mit der Dauermethode und im Fettstoffwechselbereich. Dass das alles nicht verkehrt ist, ist schon klar. Allerdings ist die Landschaft etwas vielfältiger geworden. Über das Intervalltraining habe ich beispielhaft auch schon mal geschrieben. Hier gehts zum Text.

Krafttraining war vor einiger Zeit für viele Normalbürger ganz einfach Bodybuilding. Pumpen bis der Arzt kommt und am besten noch in Uncle Sam Pants – Robert Geiss lässt grüßen! Aber auch hier ist mittlerweile ein deutlicher Wandel zu erkennen. Die dänische Medizinerin Bente Petersen fand vor ca. 10 Jahren heraus, dass arbeitende Muskeln sogenannte Myokine aktivieren. Ein Grund wieso Bewegung gegen viele Krankheiten hilft. Hier gehts zu einem Bericht über die Myokine.

Das faszinierende Wissen über die Muskeln, sollte auf der anderen Seite kein Ausschlusskriterium für den Ausdauersport sein. Fitness ist mehr als nur Kraft und/oder Ausdauer! Koordination, Beweglichkeit oder auch die Schnelligkeit sind alles menschliche Ressourcen, die wir trainieren sollten. Immer möglichst abwechslungsreich und vielfältig, nicht stupide und einseitig!

Bewegung ist eine der wichtigsten Gesundheitsressourcen!

Schon Dr. Wildor Hollman, ein Pionier aus den Anfängen der Forschung im sportwissenschaftlichen Bereich, hinterließ uns folgendes:

„Gäbe es eine Pille, welche folgende Eigenschaften in sich vereinigen würde: Senkung des myokardialen Sauerstoffbedarfs, Vergrößerung des myokardialen Sauerstoffangebots, Hemmung der Arterioskleroseentwicklung, Verbesserung der Fließeigenschaft des Blutes, verbunden mit einem anti-thrombotischen Effekt, Entgegenwirken der Adipositasentwicklung, Begünstigung einer optimalen Entwicklung von Körper und Geist, Vermeidung von körperlichen und geistigen altersbedingten Leistungseinbußen – mit welch großartiger Dramaturgie würde wohl ein solches Medikament weltweit gefeiert werden?”

Wie immer – eigentlich ein alter Hut!

Die beste Sportart

Wie wahrscheinlich schon herauszuhören – es gibt sie nicht! Weder die beste Sportart, noch ein anderes Wundermittel!

Wenn man diese einfache Formel Mach zum Start erstmal das, was dir Spaß macht! an Menschen weitergibt, die auf der Suche nach dem einzigen Heilmittel sind, bekommt man natürlich immer eine Antwort, die das “Nicht-Machen” rechtfertigt!

Der Rückenpatient: “Ich würde ja gerne wieder Fußball spielen, aber mit dem Rücken geht das nicht!” Der Diabetiker: “Ich möchte wieder joggen, aber mit dem Gewicht!?”. Oder auch gerne: “Ich darf nicht mehr als 5kg heben!”.

Das größte Problem ist viel häufiger das Fehlen einer grundlegenden Motivation zur Selbsthilfe!

Try, Fail, Repeat…

Versuche deine momentanen Möglichkeiten ausloten! Wenn Fußball nicht geht, wird wahrscheinlich spazieren gehen machbar sein. Erfahre hier, was 10.000 Schritte mit dir machen können! Wenn Training mit freien Gewichten nicht geht, kannst du auch mal ein Gerät zum Start nutzen. Wenn du keine Lust zum Rückenfitnessangebot deiner Krankenkasse hast, dann probiere was anderes aus!

In anderen Lebensbereichen ist es auch deutlich weniger ein Problem, sich realistisch einzuordnen. Du möchtest einen Ferrari, dir fehlt allerdings das entsprechende Kleingeld? Kein Problem, dann wird es halt ein Polo!

Die Suche nach einer passenden Bewegungsform und Intensitätsbereich funktioniert nach folgenden Prinzip – TRY, FAIL, REPEAT!

Hau rein,

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