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Schlaf gut

Regelmäßige Aktivität ist wichtig, Regeneration ebenfalls. In erster Linie regenerieren wir über den Schlaf!

Viele Errungenschaften unserer Zeit, die unseren Alltag angenehmer machen, können uns allerdings den erholsamen Schlaf rauben. Geht die Sonne unter, nutzen wir eine künstliche Beleuchtung. Geht draussen die Temperatur vor der Haustür runter, machen wir die Heizung an. Ist es zu heiß, schmeißen wir die Klimaanlage an und sie rattert vor sich hin.

Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts haben sechs Prozent der Deutschen massive und ernsthafte Schlafstörungen. Ein weiterer großer Teil kennt das Gefühl, sich im Bett zu wälzen. Seite links, Rücken, Seite rechts, Bauch und von vorne! Es existieren Regeln zum guten Schlaf, Pharmafirmen vermarkten Tabletten. Und trotzdem sind viele Menschen am Morgen nicht regeneriert und fühlen sich schlapp. Da bringt regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung auch nur noch teilweise etwas.

In der Natur

Wie so häufig, ergibt es Sinn sich Gedanken darüber zu machen, wie die Menschen sich in früheren Zeiten verhalten haben. Forscher der Universität von New Mexico untersuchten Urvölkern auf unterschiedlichen Kontinenten, die ein noch ursprüngliches Leben führten.  Die Studie dokumentierte den Schlaf und Wachseinrhythmus der Menschen. Schlaflänge, Zubettgehzeit, Austehzeit und wie viel Licht sie ausgesetzt waren. Zusätzlich fragten sie nach der Schlafqualität.

Jeder 20 Proband berichtete, dass er zeitweise Einschlafprobleme hatte. Knapp 10 Prozent der Teilnehmer konnte ab und an nicht Durchschlafen. Jedoch traten die Probleme nur bei jedem Dritten regelmäßig auf.

Überrraschend war, dass die Teilnehmer im Durchschnitt nur 6,4 Stunden in der Nacht schliefen.

© Hans/ Pixabay

Sechs Stunden Schlaf

Die Theorie, dass viele Menschen in der westlichen Sphere länger schlafen würden, wenn man ihnen TV, PC und Co. nehmen würde, konnte bei dieser Studie wiederlegt werden.

Die untersuchten Erwachsene hatten nebenbei einen niedrigeren Blutdruck, seltener Arteriosklerose und waren insgesamt leistungsfähiger und fitter als unsere Familien, Freunde und Nachbarn. Viele wurden mehr als 80 Jahre alt. Das Phänomen liegt aber wahrscheinlich nicht nur am qualitativ besseren Schlaf, sondern auch an mehr körperlichen Belastung und artgerechterer Ernährung.

Bei den Zubettgehzeiten orientierten sich die Probanden eher an warm und kalt, als am natürlichen Licht. Alle gingen erst lange nach dem Sonnenuntergang ins Bett. In der Regel war das drei Stunden nach Dunkelheitseinbruch. Bis dahin spendete das Feuer das alternative Licht. Im Gegensatz zu uns, standen sie allerdings sehr früh wieder auf. Hier war ein Zusammenhang mit der Temperatur zu erkennen. Der Tiefpunkt der Tagestemperatur kann als Weckerersatz gesehen werden.

Was nun?

Einige Verhaltensweisen der Urvölker sind auch in unseren Empfehlungen guter Schlafhygiene wieder zu finden.

Schlafforscher empfehlen, nicht in überheizten Räumen zu nächtigen. 18 bis 21 Grad scheinen ideal zu sein. Die optimale Schlafdauer ist sehr individuell. Man sollte sie davon abhängig machen, wie müde man sich über den Tag fühlt. Zu helles Licht scheint zusätzlich kein Regenerationshelfer sein. Daher sollte der größte Teil der Nacht zum schlafen genutzt weden.

Good Night

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